Tiffany – Faszination aus Glas

Tiffany – Faszination aus Glas

Schon lange faszinieren mich Tiffany-Objekte aus Glas und schon immer hatte ich gehofft, einmal einen Tiffany-Kurs zu besuchen. In dieser Absicht hatte ich mir schon vor Jahren einen Lötkolben besorgt, der bisher ungenutzt herumlag. Auf der KreativAll in Hofheim Wallau habe ich dann schon im Vorfeld das Aussteller-Verzeichnis gelesen und zu meiner Freude gesehen, dass das Glascenter aus Stuttgart einen Workshop zum Thema Tiffany-Arbeiten anbietet. Da ich dieses Jahr zwei Tage mit Anni(ka) auf der Messe war (einen Tag für Workshops und einen Tag zum Einkaufen), habe ich die Chance genutzt an diesem Workshop teilzunehmen.

Schon der Stand des Glascenters mit den vielen schönen Tiffany- und Mosaik-Arbeiten war überwältigend. Auch zum Thema Mosaik aus Glas wurde ein Workshop angeboten.

Tiffany-Stand auf der Kreativall 2016 in Hofheim Wallau WIesbaden

Ich habe mich aber für die Anfertigung von Tiffany-Arbeiten entschieden. Ich konnte mich zwischen der Anfertigung einer Blume, eines Herzens und eines Schutzengels entscheiden. Meine Wahl fiel auf die Blume mit dem Namen Florin.

Workshop Tiffany-Blumen Florin auf der Kreativall Hofheim Wallau Wiesbaden

Die ausgesprochen geduldigen und netten Mitarbeiter des Glascenters haben sowohl mir als auch anderen Teilnehmern die Vorgehensweise erklärt.

Zunächst sollten wir die einzelnen Glas-Elemente mit selbstklebender Kupferfolie einfassen. Dabei war es wichtig, die Kupferfolie gleichmäßig mittig auf den Glaselementen anzubringen. Danach musste diese -auf den Seiten überstehende- Folie auf beiden Seiten zuerst mit den Fingern umgebogen werden und anschließend mit einem Plastik-Spatel glattgestrichen werden. Im folgenden Schritt wurden alle Glaselemente an den Rändern mit Lötwasser bestrichen. Dann kam der Lötkolben zum Einsatz.

Tiffany_Loeten

Gern zeigten die Mitarbeiter die Anwendung des Lötkolbens zur Verzinnung der Glaselemente auch mehrmals. Man musste mit dem heißen Lötkolben etwas Lötzinn aufnehmen und auf allen Seiten der Glaselemente über die Kupferfolie fahren. Nachdem dies getan war wurden die fertig verzinnten Teile in die jeweilige Form gelegt und die Elemente mit Lötzinn durch einen Lötnaht verbunden. Waren alle Elemente verbunden und stabil, wurde das angefertigte Tiffany-Objekt noch vorsichtig in Spülwasser gereinigt und anschließend abgetrocknet.

Mein Fazit: Ich bin sehr stolz auf meine Blume, auch wenn sie nicht perfekt ist. Ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich meine Blume fertig hatte, weil ich sehr langsam gearbeitet habe. Von daher geht mein Dank noch einmal an die geduldigen Mitarbeiter des Glascenters Stuttgart.

Tiffany-Blume Florin

Meine Empfehlung: Jeder, der Tiffany-Arbeiten liebt und die Möglichkeit hat, einen Workshop beim Glascenter Stuttgart zu machen, sollte daran teilnehmen. Es macht unglaublich viel Spaß.

Ich habe mir von den angebotenen Bausätzen,  in denen alles enthalten ist was man für die Herstellung  des jeweiligen Glasobjektes benötigt (inklusive Anleitung), etwas mitgenommen. Lediglich einen Lötkolben sollte man zu Hause besitzen.

Tiffany-Bastelset Glascenter Stuttgart

Und so warten hier ein Engel und eine weitere Blume auf ihre Entstehung.

Das war es für heute,
eure Mam(i)a


Verlinkt bei: HoT – Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge

Creativeworld 2016 – Den Trends auf der Spur

Creativeworld 2016 – Den Trends auf der Spur

Am Sonntag, den 31. Januar 2016 hatten mam(i)a und ich erstmalig die Gelegenheit gemeinsam die Creativeworld zu besuchen. Vom 30.01. bis 02.02. haben hier umrahmt von der Paperworld und Christmasworld in Frankfurt rund 300 Aussteller in zwei Hallen ihre neusten Produkte für die DIY-Branche vorgestellt. Als Blogger konnte man sich für diese reine Fachbesuchermesse vorab akkreditieren. Auf die Idee sind wir überhaupt erst durch einen Kommentar auf dem Blog „Creative Little Things“ gekommen, in dem auf die Facebook-Gruppe „Bloggerlounge Messe Frankfurt“ hingewiesen wurde. Dort wird normalerweise von der Messe Frankfurt für Blogger eine spezielle Trendscout-Tour organisiert – leider aber nicht für die diesjährige Creativeworld. Einige Blogger haben sich dennoch vorab im Pressezentrum zu einem kurzen Frühstück bzw. Kaffee zusammengefunden. So hatten wir auch die Gelegenheit die Nähbloggerin Frau Scheiner einmal persönlich kennenzulernen.

annimamia meets Frau Scheiner

Den Farbtrend haben wir mit diesem Bild ja schonmal festgelegt, oder? 😉

Wie wir feststellen mussten, waren mam(i)a und ich aber schlecht vorbereitet: Ohne Visitenkarte und nur mit dem Handy als Kamera ausgestattet. Auch hatten wir uns vorher keine Ziele gesetzt oder Ausstellerlisten studiert. Nächstes Jahr müssen wir daran noch arbeiten 😉 Zumindest hatten wir aber beide Shirts mit unserem Logo darauf an. Das haben wir extra für die Messe etwas getuned und zeigen es auch ganz bald hier im Blog.

Suchen sollten wir Blogger auf der Messe die Trendprodukte 2016. Ganz klarer Favorit:

Kork

Bei Rayher, aber auch beim Korkshop konnte man Korkpapier, Korkfolie, Korkstoffe und Korkbänder bewundern und anfassen. Nachdem ich vom doch recht harten Snappap nach den ersten Versuchen etwas enttäuscht war, hatte ich vorher so meine Zweifel am Kork-Trend. Nachdem ich es jetzt auf der Messe aber einmal live sehen und anfassen konnte, musste ich direkt eine erste Testladung bei „Alles für Selbermacher“ bestellen *g* Ich bin gespannt und lasse dich sicher an meinen ersten Versuchen teilhaben.

Genähte Handytaschen aus Kork (Rayher)

Niicht umsonst ist der Korkstoff von Rayher zum kreativsten Produkt des Jahres gewählt worden. Aus den Kork-Bändern lässt sich auch wirklich schöner Schmuck herstellen – daran hätte nicht nur mam(i)a ihren Spaß, das würde sogar mir gefallen.

Schmuck aus Kork (Rayher)

Papier, Malen, Zeichnen, Zentangle und Handlettering

Insgesamt sollten wir fünf Trendprodukte ausfindig machen – das fiel uns aber tatsächlich schwer. Alles was mit Papier, Malen und Zeichnen zu tun hat scheint ein großer Trend zu sein, zumindest wenn man sich die Fülle an Ausstellern zu diesem Thema und die Zentangle- und Handlettering-Bilder auf Instagram ansieht. Allerdings sind wir beide mit Stift und Papier nicht soooo begabt und haben auch einfach gern Ergebnisse in der Hand, mit denen wir dann irgendetwas machen können. Bemaltes Papier gehört für uns nicht dazu. Aber man muss ja auch nicht jedem Trend hinterherjagen und das Malen überlassen wir dann lieber denen, die es können 😉  Womit wir uns dann schon eher anfreunden können, ist das Verzieren von Porzellan, z. B. mit den neuen Porzellan-Pinselstiften von Edding. Hier kann man sich frei austoben, sei es als Handletterer, Zentangler oder einfach völlig frei. Bei mam(i)a sind aktuell Pinguine voll im Trend und so wurde die kleine Vase auch mit diesen putzigen Tierchen verziert:

Porzellan-Malerei bei Edding

Ducktape: Täschlein gestalten ohne Nadel und Faden

Viel Spaß hatten wir auch beim Basteln mit Ducktape. Ducktape (oder bei einem anderen Aussteller auch als Queen-Tape bezeichnet) ist letztendlich das aus dem Baumarkt bekannte Gaffa-Tape, allerdings in allen Farben des Regenbogens und mit Mustern und Motiven. Mithilfe dieser Klebebände können Handytaschen, Portemonnaies, Blumen, Schmuck und vieles mehr gebastelt werden und das alles ohne Nadel und Faden. Wir haben uns auf der Messe an einem Täschlein versucht, in das wir unsere Notizbücher und den Papierkram aus unseren Handtaschen packen können. Mir hat das Kleben viel Spaß gemacht und ich werde mich definitiv an weiteren Projekten versuchen. Hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack, Details zu diesem Projekt verrate ich auf jeden Fall demnächst nochmal in größerem Umfang hier auf dem Blog:

Ducktape: Täschlein ohne Nadel und Faden

Beton und DIY-Kits

Ansonsten ist das Thema Beton nach wie vor ein großes Thema bei den verschiedensten Ausstellern. Bisher haben wir dazu aber keinen Zugang gefunden, irgendwie basteln und nähen wir lieber mit textilen, leichten und filigranen Materialien. Außerdem haben wir an vielen Ständen Do-it-Yourself-Kits entdeckt. Für den Einzelhandel scheint es also interessant zu werden gleich fertige Bastelsets zu verkaufen.

Auch ein Trend: DIY-Kits

Schmuckdesign

Sehr zur Freude von mam(i)a ging es bei vielen der rund 300 Aussteller um Schmuck: Kork-Armbänder, Beton-Anhänger, Jeans-Broschen, Glas-Anhänger, Metall-Ketten, Ducktape-Perlen, Traumfänger-Ohrringe und vieles mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Den Workshop „Schmucker Beton“ haben wir leider verpasst (vielleicht hätten wir unsere Meinung ja dann doch noch geändert), aber zumindest an diesen Anhängern aus Glas und Metall mit DecouPage-Papier haben wir uns gleich zu Beginn versucht.

Schmuck aus Glas, Metall und DecouPage

Keine Trends mehr?

Erstaunt hat mich, dass das Thema Knooking, das ich auf der Kreativwelt 2015 kennengelernt habe, hier überhaupt keine Rolle gespielt hat. Nach einer kurzen Recherche war das wohl 2014 auf der Messe präsent, jetzt aber schon nicht mehr. Zum Thema Nähen gab es zwar bei den Verlagen vor Ort unzählige Bücher, aber außer Kork haben wir auch nicht mehr dazu auf der Messe entdecken können. Und auch zum Thema Plotter haben wir nur die Firma hobbyplotter mit den Geräten von Silhouette und Brother gefunden. Ist das alles schon wieder out?

Ob Trend oder nicht: Da auf der Messe so viele hübsche Sachen für uns entstanden sind, hüpfen wir heute auf den letzten Drücker noch rüber zu RUMS 🙂

Liebe Grüße,
eure annika-unterschrift-2


Verlinkt bei: Malamü Messeveranstaltungsberichte