Manchmal will ein Kleidungsstück so gar nicht sitzen und hübsch aussehen. So erging es mir bei meinem Cardigan aus braunem French Terry von Lillestoff.

Schnittmuster

Genäht habe ich eine Chill-Jacke von Leni Pepunkt *. Ich trage furchtbar gern Strickjacken und Cardigans über T-Shirts. Daher haben mir wohl auch die Designbeispiele im Internet nach Erscheinen des eBooks so gut gefallen. Da ich bereits drei myCuddleMe besitze, mit meiner Mary von Pattydoo semi-zufrieden bin und ich zum Cardigan von der KreativAll keinen Schnitt habe, musste ich einen neuen Versuch wagen.

Stoff

Inspiriert vom Februar-Motto „Beige/Braun“ des #12colorsofhandmadefahion-Sew-Alongs bei Tweed&Greet habe ich mich für einen braunen, gestreiften Strick/French Terry von Lillestoff entschieden, den ich letztes Jahr auf dem Lillestoff-Festival in Hannover gekauft hatte. Er hat damals gleich ganz laut „CARDIGAN“ gerufen 😉 Passend dazu gab es noch einen melierten Viskose-Jersey in Beige für ein T-Shirt.

Nähergebnis und Fazit

Der Schnitt ließ sich gut nähen und sogar die Briefecken sind mir auf Anhieb gut geglückt. Wenn ich die Anleitung ordentlich gelesen hätte, hätte ich wohl auch die Nahtzugabe am Halsausschnitt nicht vergessen 😛 Auch covern ließ sich der Stoff gut 🙂 Leider sah die erste Version aus wie ein Bademantel… Ein langer, breiter, aufgeschnittener Kartoffelsack (Farbe) aus Bademantelstoff – so in etwa habe ich mich gefühlt und den Cardigan einige Tage völlig gefrustet weggelegt. In der Zwischenzeit habe ich als Erfolgserlebnis meine beige Basic-Sally * genäht, die ich gern dazu kombinieren wollte und die einfach immer auf Anhieb sitzt.

Nach zögerlich wiederkehrender Motivation habe ich mit meinem Mann und meiner lieben Nähfreundin KaLa überlegt, wie man das gute Stück retten könnte. Wir haben hier weggesteckt und dort zusammengehalten und nochmal angezeichnet. Letztendlich habe ich mich für die Rückenabnäher der LaSilla von Schnittgeflüster * entschieden und auch in der Taille noch etwas weggenommen.

Chill-Jacke von Leni Pepunkt

Nun sitzt er zumindest etwas figurschmeichelnder und die Abnäher im Rücken fallen nicht mal auf, oder? Eigentlich wollte ich gern noch braune Jersey-Druckknöpfe als optionale Verschlussmöglichkeit anbringen, aber keine gefunden. Noch dazu säßen die glaube ich an einer eher ungünstigen Stelle 😉 Also bleibt die Jacke erstmal wie sie ist.

Chill-Jacke von Leni Pepunkt

Fotos

Wenn es schief geht, dann mit Schwung … oder so ähnlich? Nachdem schon das Nähen derartige Probleme aufgeworfen hat, wollte ich wenigstens hübsche Fotos haben. Ich habe mir also die Haare gemacht und mich an einem sonnigen Samstag in Jeans, braune Highheels und die Nähergebnisse geschwungen. Am nächsten Tag dann die Ernüchterung: Alles doof. Wieder so ein Bad-Face-Day (deswegen oben wieder mal ohne Gesicht) und noch dazu zeichnete sich jedes kleine Speckröllchen durch den Viskose- Jersey ab 😛

Wieder wanderte der Cardigan zusammen mit dem Shirt in den Kleiderschrank (oder das was ich auf der Baustelle aktuell so nenne). Bis zum 30.4., denn da waren wir auf Burg Gleiberg zu einem Geburtstag eingeladen. Nach dem ersten Misserfolg haben wir dieses Mal ausnahmsweise nicht vor meiner Lieblings-Ziegelstein-Wand in der Nachbarstraße fotografiert, sondern in dem alten Gemäuer bei Gießen. Als ich früher noch in der Nähe gewohnt habe, war ich regelmäßig in der Burgruine um Fotos zu machen. So tolle Ecken, so schöne Hintergründe und ein toller Ausblick.

Chill-Jacke von Leni Pepunkt

Meinen BH aus der letzten Woche und einen neuen Cardigan haben wir dort auch fotografiert, aber pssssst – der ist noch bis Ende nächster Woche streeeeng geheim 🙂

Zurück zur Chill-Jacke *: Auf der Burg haben wir tolle Fotos gemacht – aber irgendwie nur aus einer Perspektive und nicht von hinten. Daher heute die „gemixten“ Fotos hier im Blogbeitrag. Welche Fotos gefallen dir besser? Soll ich bei meinem Standard-Hintergrund bleiben oder doch lieber weiter nach tollen Locations suchen? Das war ja ursprünglich mein Anspruch.

Hast du auch schonmal solche Nähergebnisse gehabt, die einfach nicht so aussehen wollten wie in deiner Fantasie? 😛 Sind daraus UFOs (UnFertige NähObjekte) geworden oder hast du eine Lösung gefunden? Hast du eine „Standard-Lösung“ die immer funktioniert? Ich habe nun schon zum wiederholten Male mithilfe der LaSilla improvisiert.

Liebe Grüße
deine

annika-unterschrift-2


Verlinkt bei: Rums, #12colorsofhandmadefashion – Februar, LilleLiebLinks
Schnittmuster: Chill-Jacke von Leni Pepunkt *
Stoffe: French Terry, braun gestreift von Lillestoff, Jersey in beige-meliert von Lillestoff

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